• Zurueck in Deutschland

  • Letzter Tag in COSTA RICA

    So, nun ist meine Zeit in Costa Rica scheinbar schon um. Gestern war ich zum Abschluss nochmal mit einigen Schuelern im Nationaltheater in San Jose und habe mir ein Ballett angeuckt. Mal was Neues und auch gar nicht so schlecht, obwohl ich davon natuerlich keine Ahnung habe. Heute vormittag habe ich nochmal die Kinder im Waisenhaus besucht, dann war ich beim Flughafen. Den Rest des Tages werde ich mit meiner Gastfamilie verbringen. Morgen frueh muss ich dann um 5.30 am Flughafen sein, mein Flug nach Atlanta geht dann um 8Uhr. Da es meinen urspruenglicher Flug von Atlanta nach Paris leider nicht mehr gibt, habe ich neue Flugzeiten. Sodass ich in Atlanta 1,5 Stunden zum Umsteigen habe und in Paris 1 Stunde. Ich weiss zwar nicht, wie ich das schaffen soll, vor allem in Paris, aber man ist da der Wilkuer ja recht ausgeliefert. Es heisst aber, dass ich, falls ich einen Flug verpassen sollte, mit jeder anderen Airline zum naechst moeglichen Zeitpunkt auf Kosten von DELTA weiter reisen koenne. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie das alles so wird und ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass alles reibungslos laueft, vor allem nach meinen Hinflug-Erfahrungen. Aber vielleicht werde ich ja, was ich hoffe, vom Gegenteil ueberzeugt. Also, drueckt mir die Daumen und wir sehen uns bald schon wieder, entweder im Campus oder in der Loeseke oder auf dem heiligen Rasen oder beim Mucken oder beim Skat oder beim Trinken unseres guten deutschen Hopfengetraenks oder auf dem Oktoberfest (Michael) oder auf dem Kiez oder in Colognia oder wo man sich sonst noch so treffen kann. Ich freue mich auf jeden Fall drauf, bis dann, Manu

  • LETZTEN TAGE PALO VERDE

    15.4. - 7.Tag
    Nicht Erwaehnenswertes passiert.

    16.4. - 8.Tag
    Wieder keine Arbeit, zumindest fuer mich... Vormittags wurde die Koechin per Boot ueber den Rio Tempisque in ihr Heimatdorf gebracht. Da bin ich dann mitgefahren und habe einige der erhofften Krokodile sehen koennen. Nachmittags mit einem Guada Parque durch die Umgebung gefahren und Einladungen fuer ein Fest zum 30-jaehrigen Bestehen des Parks verteilt. So konnte ich endlich auch Teile des Parkes sehen, die fuer Touristen geschlossen sind. Ausserdem kam ich in den Genuss von Sexgeschichtes des Guada Parques, dem Lieblingsthema aller Guada Parques. Kurze Zusammenfassung: Er, 31, nicht verheiratet, hat zwei Kinder, natuerlich von verschiedenen Frauen; Eines ist 14, das Andere 3. Ausserdem derzeit eine feste und 4 weitere Freundinnen. Des Weiteren Voluntarias folgender Nationalitaeten: 2 Deutsche, 1 Belgierin (uebrigens die Beste), 1 Kanadierin, 3 Gringas und andere, an die ich mich allerding nicht mehr erinnern kann. Von jeder hat er sich natuerlich ein Foto fuer seine Sammlung gemacht.

    17.4. - 9.Tag
    Die erste Haelfte des Tages nicht gemacht. Nachmittags bin ich mit den Guada Parques mitgefahren, um ein etwa 10 Hektar grossen Areal in Brand zu stecken, das mit irgendwelchen Stachelbueschen ueberwuchert ist. Das gehoert irgendwie zu den Restaurationsarbeiten des Parkes, um die alten Feuchtgebiete wiederherzustellen. Das dadurch zwar einige tausend (vor allem Klein-)Tiere, die sich mittlerweile dort angesiedelt haben, verbrannt werden und ihr Lebensraum zerstoert wird, nimmt man dafuer eben in Kauf.
    Heute war meine letzter Tag in diesem moskitoverseuchten Nest, morgen geht in aller Herrgottsfruehe zurueck nach Alajuela, wo ich dann bis zu meinem Abflug am 21. bleibe...

    ...UND NUN AUCH BIN

  • CABO BLANCO / PALO VERDE

    8.4. - 15.Tag
    Freier Tag. Nach Cobano mit den Koellner Maedels, Internet-Cafe geschlossen, also zurueck nach Montezuma. Nach dem Internet 1-2 Stunden am Strand gesessen. Nach Mittagessen zurueck zum Park und gefaulenzt. Abends Lagerfeuer am Strand mit Sternenhimmel, Sternschnuppen und Vollmond, achja...

    9.4. 16.Tag / 1.Tag
    Abreise aus Cabo Blanco. Zusammenfassung: Viele Tiere sehen und fotografieren koennen / zum Teil schwere Arbeit, aber dafuer am Nachmittag genuegend Freizeit / Nette, neue Leute kennen gelernt / Spanisch sprechen ein wenig vernachlaessigt / Natur pur, das haut einen um. Ein wenig wehmuetig verlasse ich ich um halb acht Cabo Blanco Richtung Montezuma, dort nehme ich den naechst besten Bus nach Paqueras, in Paqueras ist die Faehre kaputt und ich warte 3 Stunden auf die naechste, in Puntarenas steige ich in den Bus nach Bagaces, dort komme ich an und treffe total unsymphatischen, 22-jaehrigen Biologen, der auch in Palo Verde arbeitet und werde mit ihm dann von einem Guada Parque abgeholt und in den Park gebracht. Auf dem Weg zum Park brennt es am Wegesrand. Nach kurzer Inspektion wir beschlossen, dass das Feuer von alleine ausgehen wird. Ich komme im Park an, einziger Freiwilliger, juhu. Jetzt liege ich in "Bauer Hinerks Schweinestall" und meine Nase hat sich schon an den derben Geruch gewoehnt.

    10.4. - 2.Tag
    Morgens fuer 2 Stunden Aussendwaende und Decken einer Herberge mit Besen gereinigt, dann frei bekommen und ausgedehnte Wanderung unternommen. Nach dem Mittagessen zum Rio Tempisque Krokodile beobachten, leider ohne Erfolg. Von Zecke gebissen worden. Heute Nachmittag gab es ein heftiges Gewitter, seitdem gibts auch keinen Strom mehr. D.h. Kerzenlicht oder Taschenlampe, vor allem wenn man draussen unterwegs ist, damit man nicht auf die Schlangen tritt die bei Regen aktiv werden. Ausserdem bin ich von den haesslichen Moskitos ziemlich zerstochen, da mein Repellent nicht wirkt wenn man schwitzt. Ausserdem von roten Ameisen ueberfallen und gebissen worden.

    11.4. - 3.Tag
    Heute Herberge von innen saubergemacht. Morgen kommt naemlich eine 30-koepfige Ami-Gruppe. Das Saubermachen hat wieder nicht lange gedauert, also bin ich danach wieder gewandert. Leider ist man durch die Scheiss-Moskitos immer auf der Flucht, was das Wandern nicht wirklich entspannt macht. Heute regnet es auch schon wieder seit 2 p.m.

    12.4. - 4.Tag
    Morgens Unkraut mit Machete gehackt. Seit 2 regnet es schon wieder. Versucht zu lesen, aber staendig von den haesslichen Moskitos gestochen worden. Irgendwann war ich so angenervt, dass ich mit in mein Bett unter das Moskitonetz verkrochen und den Ventilator angeschalten habe, um zu schlafen. Abends der Koechin in der Kueche geholfen: Abwaschen, abtrocknen, Essen servieren, etc.

    13.4. - 5.Tag
    Heute jeweils zu den Mahlzeiten in der Kueche geholfen. Vormittags letzten noch nicht begangenen Wanderweg genommen. Total moskitoverseucht. Bin ziemlich genervt. Ertragen kann man es eigentlich nur mit Ventilator, da er die Viecher vescheucht. Das Moskitonetz hilft nur bedingt, da es so kleine Scheiss-Viecher gibt, die selbst da durch kommen.

    14.4. - 6.Tag
    In der Kueche und beim Zimmer machen in der Herberge geholfen. Ansonsten war hier heute viel Betrieb. Die Kuehe, die hier gehalten werden, um die Feuchtgebiete zu restaurieren, haben alle eine Impfung bekommen. Dazu gehoerte natuerlich, dass die Kuehe in guter, alter Wild-West-Manier von den lassoschwingenden Tico-Cowboys eingefangen wurden. Sonst ist nichts passiert. Hier ist es ehrlich gesagt ziemlich langweilig, jeden Tag max. 2 Std arbeiten, die Wanderwege habe ich auch schon aller erkundet und natuerlich bin ich auch der einzige Freiwillige. Freue mich schon drauf hier abzuhauen.

  • 2. Woche CABO BLANCO

    31.3. - 7.Tag
    Mein freier Tag. Gestern Abend noch den anderen Freiwilligen kennen gelernt, Andreas aus Bern. Morgens nach Montezuma, von dort aus nach Cobano, dort ins Internet-Cafe. Das teuerste bis jetzt hier in Costa Rica. 1300 Colones pro Stunde (ca. 2.€). In Alajuela bezahlt man so 200 Colones die Stunde. Nach dem Internet-Besuch selbstgeschmierte Brote vertilgt und auf den Bus nach Montezuma gewartet. Nach 1,5 Stunden und verschiedensten Auskuenften anderer Busfahrer zu den Abfahrtszeiten, haben wir uns dann entschieden, ein Taxi zu nehmen. Das Problem mit der Freundlichkeit der Ticos ist naemlich, dass sie, wenn sie auf eine Frage keine Antwort kennen, sich einfach irgendwas ausdenken. In Montezuma dann zum naechstbesten Strand gegangen. Nicht besonders schoen und Schwimmen war wegen der starken Stroemung auch nicht wirklich moeglich. Dann wieder zum Park mit 45min Verspaetung, da man vielleicht noch auf einen anderen Bus warten muesse, der vielleicht noch kommt, aber vielleicht doch nicht kam. Ab er so ist das hier eben. Den Abend mit erfrischendem Costa-Rica-Bier in Haengematte mit Fussball-Diskussionen verbracht. Heute abend ist dann auch noch die Freiwilligengruppe aus Italien angekommen.

    1.4. - 8.Tag
    Gallo Pinto. Vormittags Unkraut mit Machete entfernen, Laub kehren. Nachmittags frei und faul in der Haengematte gedoest; schoene Fotos von Kapuziner- und Bruellaffen geschossen. Abends am Meer gesessen. Heute weitere Freiwillige eingetroffen, 5 Ticos und 2 Deutsche aus Koeln. Vielleicht gehts morgen fuer den Rest der Zeit wieder nach St.Miguel, falls dem so ist, diesmal nicht alleine.

    2.4. - 9.Tag
    Morgens nach St.Miguel, dort Laub gekehrt, Rest des Tages ausgeruht. Hier gibt es jetzt ausserdem noch andere Biologen und, was das Beste ist, eine Koechin.

    3.4. - 10.Tag
    Vormittags mal wieder Steine geschleppt, diesmal mit Schweizer Unterstuetzung. Danach Schimmen gegangen. Am Nachmittag mit Carlos, dem Parkwaechter, dem Biologen aus Kolumbien und dem Schweizer in einem kleinen Boot zum Cabo Blanco; dort geschnorchelt. Danach noch fuer ein, zwei Stunden aufgepasst, dass sich keine illegalen Fischfaenger in die Schutzzone des Parkes verirren. Recht starker Wellengang, mir wurde auch ziemlich schlecht.

    4.4. - 11.Tag
    Ein freier Tag. "Wer bin ich" gespielt. Michel aus Loenneberger und Juergen Drews gewesen. Am Nachmittag nach Malpais mit Meike aus Koeln. Abends bei leichtem Nieselregen ums Lagerfeuer gesessen, super Atmosphaere. Erfahren, dass ich erst Montag nach Palo Verde muss, somit einen Tag laenger in Cabo Blanco bleibe. Skorpion im Freiwilligenhaus, gefangen und ausgesetzt.

    5.4. - 12.Tag
    Vormittags Carlos beim zu Wasser lassen des Bootes geholfen, danach Steine zu viert. Schlafen, Mittagessen, Volleyball. Die beiden letzten Tage schon deutlich kuehler, stark bewoelkt, manchmal Nieselregen, Gewitter in der Ferne. Die Regenzeit kuendigt sich an.

    6.4. - 13.Tag
    Letzter Tag Station St. Miguel. Wieder Steine geschleppt, diesmal zu sechst mit costaricanischer Unterstuetung. Mir tut alles weh. Morgen zureuck nach Cabuya. Sonntag werde ich mir frei nehmen und Montag frueh zum Palo Verde aufbrechen, Dieses 2.Mal in St.Miguel war deutlich besser, mit Gesellschaft lebt es sich doch schon angenehmer.

    7.4. 14.Tag
    Morgens aufgebrochen, von Carlos verabschiedet (super Typ) und nach Cabuya. Laub gekehrt und Touristen-Autos auf dem Parkplatz vor dem Park-Eingang notiert. Dabei bin ich eingeschlafen und fast vom Stuhl gefallen; Pelikane beim Fischen beobachtet. Dabei stuerzen sie sich kopfueber ins Wasser. Waren uns allerdings nicht sicher, ob sie die Fische mit ihrem Schnabel erst aufspiessen und dann verputzen, oder sie direkt in den Schlund wandern.

    DA DAS INTERNET HIER IN MONTEZUMA SAULANGSAM IST LADE ICH KEINE NEUEN FOTOS HOCH. AUS DEM GLEICHEM GRUND BEANTWORTE ICH JETZT AUCH KEINE MAILS, ABER ICH BIN JA SCHON IN ZWEI WOCHEN WIEDER ZU HAUSE.

  • 1. Woche CABO BLANCO

    25.3. - 1.Tag
    Morgens um 6 Uhr aufgebrochen, per Bus von San Jose nach Puntarenas, von dort aus per Faehre nach Paqueras auf der Halbinsel Nicoya. Dann per Bus nach Cobano, umsteigen in Bus nach Montezuma, dort Mittag gegessen, dann Bus nach Cabo Blanco genommen und endlich angekommen. Dort festgestellt, dass ich einziger Voluntatier bin, dann per Jeep in die Station St. Miguel (fuer Touristen geschlossen; nur fuer Parkwaechter, Freiwillige und Wissenschaftler). Dort den Guada Parque kennen gelernt, sehr sympathisch und 1. Guada Parque ganz Zentral-Amerikas. Zimmer bezogen, sehr dreckig, einige Kleinst-Mitbewohner, Moskito-Netz im Fenster kaputt. Macht aber nichts, habe ja mein Eigenes. Mit Carlos (dem Parkwaechter) zu Abend gegessen und mir ein paar Geschichten ueber Skorpione und Schlagen angehoert. In der Forschungsstation gibt es im Gegensatz zum Cabuya-Teil Cabo Blancos keine Koechin. Also kann ich seit 4 Monaten mal wieder selbst kochen.

    26.3. - 2.Tag
    Platz vor den Huetten von Laub befreit. Hat den ganzen vormittag gedauert und als ich fertig war, haette ich wieder von vorne anfangen koennen. Carlos meinte aus, es waere ne Tonto-Arbeit, aber wird wohl von hoeherer Stelle befohlen. Nachmittags hatte ich dann frei, habe mich an den Strand gelegt und geschnorchelt. Das macht man am Besten wenn Ebbe ist, denn dann entsteht in der Bucht ein natuerliches Schwimmbad. Gegen Abend Spaziergang Richtung "Cabo Blanco" fuer Erinnerungsfoto gemacht. Die Kueste ist sehr felsig und steinig und ich musste mich beeilen, noch vor der Flut zurueck zu sein. Dann Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Am Nachmittag ist Carlos erstmal fuer 6 Tage in Urlaub gegangen, hat mir vorher aber noch meine Arbeit fuer die naechsten Tage aufgetragen. Bin nun also ganz alleine auf dem Gelaende, abgesehen von einer Biologie-Studenting aus den Vereinigten Staaten, die aber nicht redet und mit ihren Forschungen beschaeftigt ist.

    27.3. - 3.Tag
    Vormittags gearbeitet. Natuerlichen Kies vom Strand in Saecke umgefuellt, zum Parkwaechter-Haus getragen und dort zum Bodenausgleich verteilt. Sehr anstrengend und bei dieser Hitze nur vormittags zu bewaeltigen. Nach dem Mittag habe ich mir dann frei genommen, mich an den Strand gelegt und Oliver Twist gelesen. Wollte auch wieder Schnorcheln, allerdings war das "Schwimmbecken" von Pelikanen zum Fischfang vereinnahmt. Habe mich also mit dem Fotografieren von Selbigen zufrieden gegeben. Jetzt mache ich mir mein Abendessen und dann gehts ab in die Heia.

    28.3. - 4.Tag
    Nun geht auch dieser Tag zu Ende; mittlerweile ist es stockdunkel, habe bereits Abendbrot gegessen und sitze nun im Freiwilligen-Bereich, immer noch als einziger Voluntaer. Heute morgen um 7 aufgestanden und dann wieder Steine geschleppt. Bin jetzt schon geuebter. Waren es gestern erst 28 Saecke, habe ich es heute schon auf 40 gebracht. Stelle man sich vor, wieviele Saecke man mit 3-4-5 Personen schaffen wuerde, waere man morgen schon fertig... Zur Mittagszeit hat dann der Chef von Cabo Blanco kurz vorbei geschaut. "Alles klar? - Ok! - Tschuess!" In ein, zwei Tagen werde ich wohl in den Touri-Bereich Cabo Blancos kommen. Muss vorher aber erstmal wieder sprechen lernen, bin schon ganz aus der Uebung. Aber vielleicht versuche ich mich mal in Selbstgespraechen. Nachmittags wieder am Strand gelegen, danach Wanderung zu einem perfekten Cabo-Blanco-Fotoshoot und Kraben bei ihrem Tatendrang zugeschaut. Dann wieder Sonnenuntergang, diesmal mit vereinzelten Wolken, die denn Himmel zum Brennen brachten. Jetzt noch schnell unter die Dusche und morgen... Steine. Mir gefaellts hier schon gut: Sehr schoene Natur, schwere koerperliche Arbeit (sehr erwuenscht); allerdings ein bisschen einsam. Aber kein Grund sich zu beschweren.

    29.3. - 5.Tag
    Einmal Mond und zurueck auf den Ohren. 40 Sack Stein. 3 Stunden Sonnenbraeune, dabei meine linke Seite vernachlaessigt; muss ich morgen wohl nachholen. Heute weiterer Biologe eingetroffen. Kolumbianer, sympathisch und gespraechiger als seine Kollegin aus den Vereinigten Staaten. Morgens von Affengebruell geweckt; klang so, als wuerde er mit dem Tode ringen, vielleicht war er aber auch nur auf Brautschau. Sobald die Sonne weg ist, ist auch die Hitze verschwunden, nur noch etwa 15-20 Grad Celsius. Nachts teilweise kuehl, vormittags ertraeglich, tagsueber unertraeglich. D.h. arbeiten maximal bis 11Uhr-11.30Uhr.

    30.3. - 6.Tag
    Letzter Tag in der Station St.Miguel, vormittags 24 Saecke (24 S. am 3.Tag + 40 S. am 4.Tag + 40 S. am 5.Tag + 24 S. am 6.Tag macht 124 S. mal ca. 20 kg. = 2.56t). Um 11 sollte mich ein Guada Parque abholen und in die Station Cabuya bringen. Punkt 11 fertig, gekommen ist er dann um 14Uhr, Tico-Zeit eben. Vorher noch mit Squad zum Ausgang choffieren lassen. St. Miguel war sehr schoen, sehr tranquilo, aber jetzt hats auch gereicht. Liege nun in einer Haengematte vor dem casa de los voluntarios in der Station Cabuya; ueber mit dinieren Affenehepaar mit Kind. Dieser Teil Cabo Blancos ist fuer Touristen zugaenglich; ausser mir derzeit ein weiterer Freiwilliger hier, jedoch noch nicht kennen gelernt. Morgen sollen weitere 20 kommen, freue mich drauf. Morgen ist uebrigens auch mein freier Tag, werde nach Cobano fahren und dort schnurstracks ein Internet-Cafe aufsuchen (WO ICH MICH JETZT AUCH BEFINDE). Nach diesen 4 Wochen in den Nationalparkss werde ich wahrscheinlich grund gereinigt sein, heute war mein Schweiss schon geruchs- und geschmacksneutral.

    FOTOS EXKLUSIV UNTER www.fotos.web.de/manuincostarica/Fotos

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    So, das wird vorerst mein letzter Eintrag im Blog werden, da ich mich ja morgen auf den Weg zu meinem ersten Nationalpark mache und nicht weiss, wann ich wieder ein Internet-Cafe finden werde.

    Heute habe ich aber noch den Sieg unserer Jungs genossen, der tatsaechlich im costaricanischen Fernsehen uebertragen wurde (Wir haben bei der WM anscheinend einen bleibenden Eintrag hinterlassen).

    Gleich fahre ich noch mit zwei anderen Sprachschuelern in eine Mall, dort laueft naemlich heute Das Parfuem.

    So, das war's auch schon, lasst es euch gut gehen und bis bald (es ist ja tatsaechlich nur noch ein Monat...)

  • Mein Voluntariat

    Dieses Wochenende blieb ich, ich glaube das erste Mal seit Januar, zu Hause, und machte rein gar nichts (mit Ausnahme der Geburtstagfeier des Ur-Grossvaters meiner Gastfamilie, der 97 wurde). Auch mal sehr schoen. Deshalb gibt es auch nichts ueber irgendwelche Wochenendreisen zu berichten, sodass ich endlich mal dazu komme, von meiner Freiwilligenarbeit im Waisenhaus zu berichten und ihr nicht auf die Idee kommt, ich mache hier nur Urlaub. Nein, innerhalb der Woche arbeite ich ja auch noch...

    Die Arbeit beginnt jeden Morgen um 8.30 Uhr und endet um 15Uhr. Hauptsaechlich spiele ich mit den Kindern, helfe ihnen bei irgendwelche Sachen oder unterhalte mich mit ihnen. Es kann aber auch mal sein, dass ein Kind z.B. zum Arzt oder zum Friseur muss, sodass ich es dann dahin begleite. Ausserdem muss ich manchmal Botendienste fuer die "Tanten" (so heissen die Betreuerinnen) erledigen oder Besorgungen machen.
    Im Haus wohnen immer so um die 10 Kinder. Das kann man nicht so genau sagen, da es vorkommen kann, dass ein Kind das Heim wechseln muss, oder ein neues Kind dazu kommt. Die Kinder sind zwischen 12 und 16 Jahre alt. Sie sind entweder Waisen oder wurden aus ihren Familien genommen, da sie mit ihrem Kind ueberfordert waren oder es misshandelt haben. Einige Kinder haben auch eine Zeit lang auf der Strasse gelebt, bevor sie von PANI, der staatlichen Organisation, die die Waisenheime betreibt, aufgelesen wurden.
    Das heisst, dass die Kinder in ihrem Alter schon ziemlich was erlebt und durchgemacht haben wie z.B. koerperliche Gewalt, Drogenmissbrauch oder Erfahrungen mit Waffen. Dementsprechend sind sie auch nicht so ganz leicht und ihnen muessen erst mal ihre Flausen ausgetrieben werden, wie eine Tanten mir mal sagte. Trotzdem macht mir die Arbeit Spass, da ich von den Kindern gut angenommen und akzeptiert werde, es mir sowieso Spass macht, mit Kindern zu arbeiten und ich mein Spanisch noch weiter verbessern kann.
    Was mir allerdings nicht so gefaellt, ist der Stellenwert, den Freiwillige, zumindest in dieser Organisation, haben. Es wird ganz offensichtlich nicht sehr geschaetzt, dass ein Auslaender nach Costa Rica kommt und freiwillig und ohne Bezahlung versucht, das Leben der Kinder, zumindest waehrend meiner Anwesenheit, angenehmer zu gestalten. Das merkt man am Auftreten des Direktors und anderer Angestellten von PANI mir gegenueber, die von einem recht hohen Ross auf mich herunterschauen. Ausserdem ist mein Freiwilligendienst recht unorganisiert. An meinem ersten Tag wusste die diensthabene "Tante" noch gar nichts von mir und es gab auch keine Einweisung ueber meine Aufgabenbereiche oder etwaige Regeln im Waisenhaus. Am Anfang hatte ich auch noch einen Ansprechpartner, durch Zufall habe ich jedoch erfahren, dass dieser gewechselt wurde, bis heute weiss ich allerdings noch nicht, wer der Neue ist. Das sind nur ein paar der Sachen, die mir nicht gefallen. Mit den Tanten arrangiere ich mich, obwohl sie mir nicht unbedingt sympathisch sind und auch kein grosses Interesse an mir haben. Allerdings werden sie mich vermissen, wenn ich die Arbeit beende, da sie sich dann auch mal wieder um die Kinder kuemmern muessen und nicht nur faul auf dem Bett liegen, Fernsehen oder Telefonieren koennen. Ausserdem sind sie auch noch recht dumm und ungebildet und haben von das Wort Erziehung vielleicht mal gehoert, haben aber vergessen nachzuschauen, was es bedeutet...

    Eine andere Sache ist, dass ich mittlerweile denke, dass Costa Rica fuer das Voluntariat im sozialen Bereich nicht unbedingt die beste Entscheidung war, da hier die Beduerftigkeit und Armut laengst nicht so gross ist, wie in anderen Laendern Zentralamerikas. So kann ich mich zwar durch meine Arbeit hier einbringen, habe jedoch das Gefuehl, dass sie in einem aermeren Land von groesserem Nutzen gewesen waere.

    Trotzdem hat sich die Arbeit im Waisenhaus, wenn ich sie auch noch nicht beendet habe, gelohnt, da ich mein Spanisch sehr verbessert und wertvolle Erfahrungen gesammelt habe. Ausserdem denke ich, dass meine Anwesenheit auch fuer die Kinder eine gute Erfahrung war und sie davon profitiert haben.

    Soweit zum Waisenhaus, nun zum Rest: Noch 1,5 Wochen im Waisenhaus, dann beginne ich mit dem dritten Teil meines "Costa Rica-Programms", dem Voluntariat in Nationalparks. Insgesammt fuer 1 Monat, aufgeteilt in jeweils zwei Wochen in zwei Parks. Die ersten zwei Wochen werde ich im Nationalpark "Cabo Blanco" arbeiten, der sich direkt an der Pazifik-Kueste befindet. Namensgeber fuer den Park ist ein vorgelagerter Felsen, der komplett mit weissem Vogelkot ueberzogen ist. Danach gehts fuer weitere zwei Wochen in den Park "Palo Verde". Dieser befindet sich in der Provinz Guanacaste und ist innerhalb eines halben Tages von "Cabo Blanco" aus zu erreichen. "Palo Verde" dient als Rueckzugsgebiet fuer allerlei Vogelarten aus Nordamerika, die dort ueberwintern und wirbt damit, die groesste Vogelpopulation ganz Zentral-Amerikas zu beherbergen. Wie meine Arbeit in den Parks aussehen wird, kann ich noch nicht genau sagen, dass wird vor Ort nach Bedarf entschieden. Meine Hoffnung ist, dass es organisierter als im Waisenhaus ist...

    Am 19. April ist mein letzter Arbeitstag, danach werde ich zurueck zu meiner Gastfamilie fahren und eine Abschiedsparty feiern. Morgens am 21. geht dann mein Flug und ich werde, wenn diesmal alles glatt laueft, am 22. gegen Nachmittag zurueck in Deuschland sein.

    So, jetzt seit ihr erstmal wieder grob auf dem Laufenden.

    Liebe Gruesse und bis bald, Manu

  • MODERN TALKING

    ---BREAKING NEWS---

    Hier im Internet-Café laeufte gerade You´re my heart, you´re my soul... Und wo ich gerade dabei bin, in meinem Hotel in Paris haben sie auf der Toilette TOKIO HOTEL gespielt... Ob das Zufall war, oder sich die Hotelverantwortlichen dabei etwas gedacht haben... Aber zumindest muessen wir uns keine Sorgen darueber machen, dass die BESTEN Kuenstler Deutschlands im Ausland nicht ausreichend gewuerdigt werden.

    Liebe Gruesse, Manu

  • MONTEVERDE/STA.ELENA

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    @SVEN: Hey Sven, freu mich ueber deine Nachricht. Du hast Recht, ueberwiegend ist es hier schon ziemlich cool. Das mit Mathe ist ja Mist, halte mich mal auf dem Laufenden, wie die anderen gelaufen sind. Also wenn du nach Braunschweig gehst, kann ich dir eine super Wohnung empfehlen: Am Drecksloch 44, ist sehr schoen dort, stinkt nur ein bisschen;-) . Und das mit der Sauna halten wir auch mal fest (obwohl ich hier ja mehr oder weniger in einer Sauna lebe). Wir hoeren voneinander, liebe Gruesse auch an dich!
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    Dieses Wochenende ging es in die Region Monteverde, in das Dorf Sta. Elena, das natuerlich auch schon in der Hand von Touristen ist. Das Klima dort ist sehr angenehm, viel kuehler als in Alajuela oder an den Kuesten und es wehte ein erfrischender Wind. Das Hotel war das beste, dass ich hier bis jetzt hatte: sehr sauber, schoenes Ambiente, Betten mit richtigen Matratzen, warmes Wasser aus der Dusche und das alles fuer nur 10 Dollar die Nacht.
    Samstag besuchten wir das Reservat Sta. Elena. Dort wanderten wir etwa 4 Stunden durch den Nebelwald. Eine unglaublich ueppige Vegetation, tausend verschiedene Gruentoene, die Baueme wachsen wie sie wollen und sind ueberwuchert mit Moos, Orchideen, und allen moeglichen Pflanzen. Ansonsten war es sehr feucht, natuerlich neblig und teilweise regnete es auch. Das besondere an dem Reservat Sta. Elena ist, dass das Wetter dort sowohl vom Pazifik als auch vom Atlantik beeinflusst wird, was diese unbeschreibliche Natur zur Folge hat.
    Sonntag stand der Besuch eines anderen Parks an, der sich zwar auch in der Naehe zum Reservat Sta. Elena befand, aber eine komplett andere Vegetation aufwies. Kein Nebel, sehr, sehr trocken, und wenn man nicht gewusst haette, dass man in Costa Rica war, haette man auch denken koennen, man wuerde einen Fruejahrspaziergang durch einen deutschen Wald machen. Vorausgesetzt, man hat keine Ahnung von Pflanzen und Baeumen, so wie ich... . Wir wanderten auf verschiedenen, schoen angelegten Wegen, konnten den Blick auf einen Canyon geniessen, und viele verschiedene Voegel beobachten. Ausserdem zwei Kapuzineraffen, das haesslichste Tier, das ich bis jetzt gesehen habe, der Kopf wie eine Ratte und der Rest wie ein Kaninchen, und noch ein anderes Tier, dessen Namen ich aber auch nicht kenne.
    Dieses Wochenende gehoert sicherlich zu den besten bisher.

    Fotos unter: www.fotos.web.de/manuincostarica/Fotos

    Liebe Gruesse, Manu

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